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[rohrpost] Re: Aufmerksamkeits-Mini-Terror
SaB* on Fri, 13 Sep 2002 14:31:42 +0200 (CEST)


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[rohrpost] Re: Aufmerksamkeits-Mini-Terror


lieber matze schmitt,

soweit ich unterichtet bin, arbeite nicht ausschliesslich ich an dieser
pseudo-terroristen-seite, sondern, und das scheint dir ja abträglich zu
sein, eine ganze gruppe von leuten. das diese sich dann so alberne namen
wie "mr. black" oder "mr. orange" geben ist ihr gutes recht.
dein "othering", daß du hier in aller öffentlichkeit betreibst, rührt doch
daher, daß du gerne dabei wärst statt davor zu stehen: nicht jeder
bekommt einlass in den sandkasten. du warst bestimmt der, der immer eins
auf den deckel bekommen hat, wenn er mitspielen wollte.
was den lieben herrn braan mit seinem plumpen bestechungsversuch angeht:
braan, hier in der rohrpost ziehen deinen provokationen nicht!

wenn die aktion "ars-unplugged" eben tatsächlich starke anleihen bei
soetwas wie toywar asoziiert, dann spricht das für ihre durchdachte syntax
und logik.

davon mal abgesehen wüsste ich geren deinen standpunkt zu der aktion. es
ist ja nicht so, daß du da ganz unbeteiligt warst.

lg,
-- 
SaB*

On Fri, 13 Sep 2002, Matze Schmidt wrote:

> Hallo Sascha Buettner,
>
> (ich denke das hier koennte auch die rohrpostlerInnen interessieren [auch
> wenn es nach schmutziger Waesche richt]).
> Wie ich nun seit einiger Zeit beobachte, bastelst du an einem merkwuerdigen
> Aufmerksamkeits-Mini-Terror  auf der Webseite http://www.ars-unplugged.tk .
> Soweit die Affinitaet der Kunstszene zum chic des Terrorismus (RAF-Revival,
> Getue a la "Reservoir Dogs") reicht, hat diese Suche und Sucht nach der
> Programmierung von Publicity doch nur den Effekt, dass die arty tribes sich
> outen als hoffnungslose Sandkastenhobbyisten auf dem 'Feld' gegenseitiger
> Ueberbietung im Design oder im Nachahmen vom angeblich neuen Paradigma
> einer in dieser Form (Guerilla) allein noch moeglichen Kunstproduktion -
> wie es mal im Kunstforum als Analyse-Statement zum Toywar zu lesen war
> ("Vom Toywar lernen, heisst siegen lernen."). Naehe zur Aesthetik von
> Krieg/Gewalt als letzte moegliche Form des Handelns, oder was? Wenn Bilder
> einer Aktion gezeigt werden und auch wenn via Proxy mal kurz die
> Festival-Terminals der Ars Electronica mit Hackerartigen-Botschaften
> beschickt werden, ist das dann nicht ein wenig zuu reziprok mithin
> Selbsthype als letzter Ausweg aus der Sackgasse unerwiderter Liebe, der
> Liebe der Kunstwelt naemlich?
>
> grusz
>
> matze
>
>
>

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