lothringer13/halle on Thu, 27 Sep 2001 21:09:42 +0200 (CEST)


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mEDIENkUNSTpERSPEKTIVEN 2001  |  make-world: BORDER="0" LOCATION="YES"

Kunst und Immersion
Vorträge mit Diskussion
3. Oktober, 19 h
Eintritt: frei

Vorträge und Diskussion mit Masaki Fujihata (Tokio, Medienkünstler),
Paul Sermon (Manchester, Medienkünstler), Lawrence Wallen (Berlin,
Architekt und Medienkünstler)

Konzept und Moderation: Dr. Gerhard Blechinger, Vorsitzender des
Medienforums München und Prorektor der Hochschule für Gestaltung und Kunst
Zürich

Der Hang der Kunst zur totalitären Form im Gesamtkunstwerk und in der
künstlerischen Avantgarde hat auch in der Medienkunst einen Namen
gefunden: Immersion. Immersive Kunstwerke in der Medienkunst sind
computergestützte Installationen, die den gesamten Wahrnehmungskreis des
Betrachters ansprechen.

Naive Vorstellungen von immersiver Comuterkunst waren nicht selten von
LSD-generierten Abenteuern der siebiger Jahre inspiriert. Der Computer
als Rationalismusmaschine sollte in der immersiven Totale den Blick
befreien auf den Kern der Welt. Die Rede von der Wahrheit in der Kunst
mündet stets in Verdinglichung der Kunst und in der Verabsolutierung des
Künstlers als gottgleiches Schöpfer-Subjekt. Das gilt für André Bretons
Kugelhagel auf das Publikum genauso wie für Stockhausens jüngste Ekphrasis
auf den 11. September als “das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für
den gesamten Kosmos“.

Wie muß Kunst Stellung beziehen zu diesem abendländischen Fundamentalismus?

Das Medienforum fragt Protagonisten, die sich dem Thema wiederum mit
abendländischen Kulturtechniken und gleichsam seitwärts nähern. Mit
Ironie, cusanischem Experiment und dem Versuch von Bildung. Die
Dekonstruktion von Immersion als Alternative zum totalitären Denken.

Masaki Fujihata (Tokio, Medienkünstler)
(http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$1563)
Geb. 1954 in Tokyo, Japan. Er studierte von 1975 bis 1981 an der Tokyo
University, Dept.of History of Art und galt bald durch seine Arbeiten
Mandala 1983 (1983), Miroku-Maitreya (1984) und verschiedene
Computeranimationen als einer der Pioniere japanischer Computerkunst.
Anfang der 90er Jahre erweiterte Fujihata sein Oeuvre mit
computerunterstützten Installationen und Skulpturen. Seine Ausstellung
Removable Reality (1992) setzte in der Zusammenarbeit mit dem
Architekten Kei'ichi Irie neue Akzente für raumbezogene Installationen.
Fujihata war Teilnehmer der Siggraph 1983 und 1984, sowie der
Ausstellung New Video Japan, The Museum of Modern Art, New York, 1986.
Seine Installation Global Interior Project I (1995) wurde zuerst in der
Ausstellung InterCommunication 1995 in Tokyo gezeigt und erhielt 1996
die Goldene Nica des Prix Ars Electronica, Linz. Seit 1990 hat Masaki
Fujihata einen Lehrauftrag an der Keiô gijuku University, Tokyo, für
Environmental Information.


Paul Sermon (Manchester, Medienkünstler)
(http://www.hgb-leipzig.de/~sermon/)
geb. 1966 in Oxford, England. Studierte 1985 - 88 bei Professor Roy
Ascott an der University of Wales. Preisträger des Prix Ars Electronica
in der Kategorie "interaktive Kunst" für die Installation "Think about
the People now", in Linz 1991. 1993 als Artist in Residence am ZKM
Karlsruhe für die Produktion der Video-Konferenz "Telematic Vision".
Preisträger des "Sparkey Award" vom Interactive Media Festival Los
Angeles 1994 für die Videoinstallation "Telematic Dreaming". Seit 2000
Dozent für Creative Technology an der University of Salford, Research
Centre for Art & Design, Manchester, England.


Lawrence Wallen (Australien, Medienkünstler)
(http://artes.ucp.pt/olhares-outono/oo-2000/dir3/wallen.html)
Geb. 1961 in Melbourne (Australien) ist Medienkünstler und Architekt.
Seit 1987 verbindet er in den Bereichen Video, Film, Animation und
Interaktion sowie Installation und Performance Neue Musik, elektronische
Medien und architektonischen Raum. Er arbeitete in verschiedenen Projekten
an der Sydney Opera. In Stuttgart wurde seine Cross Media Oper Iosis
aufgeführt. Für den Deutschen Pavillon der Expo 2000 in Hannover
installierte er Natur virtuell: The Garden. Seine jüngste Arbeit fand in
Dresden statt, wo er zur Aufführung von Haydens Messias in der Kreuzkirche
eine Realtime-Videoinstallation realisierte.

Veranstalter: Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe
MedienKunstPerspektiven des [m] Medienforums München e.V. und des
Kulturreferats der LH München in Kooperation mit der lothringer13/halle.

MKP 2001 Konzept und Organisation: Dr. Christian Schoen
http://www.medienforum.org/projekt/2001/mkp.html

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